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Video-Auflösungen im Vergleich
Durch die Fragen einiger meiner Kunden stelle ich öfters fest, dass der Umgang mit den gängigen Video-Auflösungen immer wieder zu Missverständnissen führt. Vielleicht kann ich an dieser Stelle etwas Licht ins Dunkel bringen…
In meiner täglichen Arbeit begegnen mir meist drei unterschiedliche Auflösungsformate, die alle das Bildseitenverhältnis von 16:9 haben, die Zeiten von 4:3 sind zum Glück vorbei. In der oben gezeigten Grafik kann man eine direkte Gegenüberstellung der Formate im richtigen Maßstabs-Verhältnis erkennen. Die Bildauflösung wird immer in Pixeln (Bildpunkten) definiert und setzt sich aus dem Verhältnis von Breite zu Höhe zusammen. Bei der Angabe der Auflösung lässt man aus Gründen der Vereinfachung die Einheit px für Pixel meistens weg.
Die drei dargestellten Auflösungsformate lassen sich wie folgt definieren und voneinander abgrenzen:
1. Aus der alten Zeit der Standard Definition (SD) stammt die Auflösung 1024×576 Pixeln. Multipliziert man die Werte für Breite und Höhe erhält man eine Gesamtzahl von 589.824 Pixeln. Dies entspricht ca. 0,59 Megapixeln, diese Angabe ist vielen als Angabe bei Digitalkameras geläufig und beschreibt die gesamte Menge an Bildpunkten in einem Bild.
2. Etwas moderner ist die Auflösung 1280×720 Pixel. Die Gesamtzahl der Pixel beträgt 921.600, also ca. 0,92 Megapixel und hat damit ungefähr 30% mehr Pixel als die Auflösung 1024×576 Pixel. Dieses Format entspricht zzt. der verwendeten Auflösung der öffentlich-rechtlichen HD-Sender ARD, ZDF, ARTE und EinsFestival.
3. Mit Full HD bezeichnet man die Auflösung 1920×1080 Pixel. Das bedeutet eine Pixelanzahl pro Bild von 2.073.600, also eine Auflösung von 2,07 Megapixeln. Das sind folglich ca. doppelt so viele Bildpunkte wie bei der Auflösung 1280×720 Pixeln. Diese Auflösung nutzen die privaten Sender zur Distribution ihrer HD-Kanäle (z.B. die RTL-Group, SAT1/Pro7 oder Sky).
Zusätzlich zur Auflösung kann Videomaterial sich noch in der Bildrate oder der Verwendung von Halbbildern oder Vollbildern unterscheiden, dies würde für diesen kurzen Artikel allerdings zu weit führen.
In Kino-Produktionen werden zum Teil völlig andere Auflösungen als die oben genannten verwendet, wie z.B. das 4k-Format, welches ca. 4 Megapixeln entspricht.
Für die Erstellung von Animationen bedeuten die verschiedenen Formate auch unterschiedlichen Aufwand. Die Berechnung der digitalen Bilder, auch Rendering genannt, dauert umso länger, je mehr Pixel berechnet werden müssen. Das bedeutet nicht nur bei der finalen Ausspielung eine längere Berechnungszeit, sondern schon während der Erstellung einer Animation längere Wartezeiten und ein trägeres Arbeiten, vor allem bei vielen Zwischen-Renderings.
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